
Milano Design-Rausch
Der aktuelle Design-Jahrgang, wie er sich im Rahmen der Mailänder Möbelmesse präsentierte,
war spannender als in den Jahren davor.
→ Bessere Stimmung dank →Mehr Raum für →Viele Hersteller zeigten →Individualismus ist
konjunktureller Erholung Emotionen im Design Lust auf Innovation das höchstes Ziel
Die Diesel-Band. Die Bildsprache könnte nicht klarer sein: Renzo Rosso (Mitte), Gründer von Diesel, hat zwei Goldhändchen. Seit er damit die Kollektion «Diesel Home» ins Leben rief, haben Foscarini-Chef Carlo Urbinati (links) und der Grosstextiler Manlio Zucchi Grund zum Lächeln, denn sie produzieren Textilien und Lampen für das weltweit erfolgreiche Programm. Nicht im Bild: Patrizia Moroso, Produzentin der Diesel-Möbel.
Sofas Formexperimente
Das Sofa wird weiblicher, die Designer nehmen Abstand vom rein Formalen und zeigen weiche und sensible Entwürfe, die zum multifunktionalen Gebrauch einladen.
B&B: Gewagte Kanten - «Bend Sofa» von Patricia Urquiola. www.bebitalia.com
Sitzen Poesie und Ausdruck
Mit raffinierten und ungewöhnlichen Formen ziehen die neuen Sitzmöbel die Blicke auf sich. Sie erregen Aufsehen, ohne marktschreierisch zu sein.
Wogg: Leicht, multifunktional und stapelbar - Stuhl «Wogg 50» von Jörg Boner. www.wogg.ch
Tische
Revival des Beistelltisches
Neben gelungenen Ess- und Arbeitstischvarianten sind dieses Jahr kreative Entwürfe tiefer Modelle besonders präsent.
Röthlisberger: «Campfire» wurde vom Australischen Architekten Tomek Archer designt. www.roethlisberger.ch
Staumöbel
Ordnung muss sein
Staumöbel leben ein Schattendasein. Dennoch sind sie wohntechnisch zentral. Der Trend geht in Richtung Multifunktionalität; und der Auftritt darf ruhig etwas wagemutiger sein.
Molteni: «Net-Box» aus Holz und lackiertem Metallnetz, Design von Patricia Urquiola. www.molteni.it
Göteborg
Nordische Idylle
Für eine kleine Familie mit ebensolchem Budget baute Architekt Henrik Schulz eine überraschend grosszügige Villa nur 15 Minuten vom Stadtzentrum.
Waldrand: Auf der Terrasse finden grosse Empfänge statt. Lounger: «Natal Light» von Wim Segers/Tribu.
Variiert: Skulpturen Eva Hild, Racks «Libri» von Swedese,
Tisch «Newton» von Karl Andersson & Söner AB.
Fotos: James Silverman
Potsdam
Umhüllter Raum
Umgarnt von historischen Gebäulichkeiten und viel Grün, steht eine kompakte Wohnbox eines Berliner Architektenteams. Hinter der geheimnisvollen Gewebefassade steckt ein ausgeklügelter Raum, der Wohnen und Arbeiten miteinander verbindet.
Kompakt: Die mit einem Kunststoffgewebe bespannten Alumini-umrahmen können bewegt werden.
Fliegend: Die Holzbox, welche sämtliche Ruheräume beherbergt, hängt an der Stahlkonstruktion des Daches. (brauner Sessel: Moroso; schwarzer Sessel: Fritz Hansen)
Fotos: Thorsten Klapsch
Val Tidone
Kalifornische Gefühle
In dem für seinen Wein bekannten Val Tidone, etwa 60 Kilometer südlich von Mailand, haben Terri Pecora und Nic Bewick ihr Refugium im Grünen gebaut - ein Haus, das trotz cooler Ästhetik einen einfachen und praktischen Lebensstil erlaubt.
Eingefügt: Der klare Baukörper öffnet sich auf der Südseite vollständig zur üppigen Umgebung hin.
Roh belassen: Die Deckenkonstruktion des vorfabrizierten Holzbaus ist bewusst sichtbar. (Sofa: Minotti)
Fotos: Santi Caleca
Walliser Alpen
im Zwiegespräch
Das Architektenduo Bonnard Woeffray hat in einem Walliser Bergdorf ein Haus à la «Space Dream» gebaut. Es präsentiert sich weiss, glatt, ohne Schnickschnack und doch mit vielfachen Bezügen auf die historischen Chalet-Vorbilder der Region.
Traditionell modern: Die horizontale, dunkle Täferung der Fassade ist Vorschrift für alle Häuser der Region.
Fokussiert: Kräftige Farben bei der Möblierung setzen einen Kontrapunkt zum Weiss. (Sessel und Sofa: Moroso)
Fotos: Hannes Henz
Spezial
Persönliche Welten
Das Bad von heute weckt Emotionen. Ob trendig- opulent, farblich akzentuiert oder schlicht gemütlich, das Bedürfnis nach Lebensqualität prägt das Badambiente.
Bekon Koralle: Exklusive Duschserie «S550» von Stardesi-gner Atonio Citterio.
www.koralle.de