

Vielseitig: Beling Thoenen Design
Ulrike Beling (links) hat vor fünf Jahren IdealesHEIM redesignt. Bei einem anschliessenden Projekt für das Modemagazin «Bolero» traf sie ihre heutige Geschäftspartnerin Nina Thoenen. Seither haben die Designerinnen mit Ausbildung am «Art Center» und an der «Elisava» in Barcelona unter anderem für Ligne Roset (Katalog weltweit) oder den Ringier-Verlag (SI Style, Schweizer Illustrierte, Gruen) gearbeitet. Für den aufgefrischten Auftritt von IdealesHEIM kam kein anderes Designbüro in Frage.

Luxuriös Verspielte Inszenierung am See
Es ist aussergewöhnlich, wenn private Bauherren einen Architekturwettbewerb ausschreiben. Philippe Stuebi hat mit seinem feinsinnigen Entwurf einer repräsentativen Villa die Jury überzeugt.
Grenzenlos: Die Sicht vom Wohnraum auf die Bergwelt ist schlicht atemberaubend. (Sessel: Cassina)

Einladend: Im Pool kann man genüsslich vom Innenraum in den Garten schwimmen. (Möbel: Richard Schultz)
Fotos: Dominique Marc Wehrli

Neutra
Kalifornien trifft Hessen
Aus Glas, Holz und Stein hat Richard Neutra in Mittelhessen ein Haus entworfen, das heute mehr denn je bezaubert.
Naturnah: Richard Neutras Haus verschmilzt nahtlos mit dem Garten.

Klug: Das Büro ist ein multifunktionaler Raum mit grossen Fenstern.Fotos: Christian Schaulin

Hand & Werk
Maarten Baas
Die Handschrift des Designers aus Eindhoven ist nicht zu verwechseln. Die GrenzgЉnge des anarchischen Erfinders amüsieren die Fans - aber noch mehr ihn selbst. Ein Treffen.
Kein Designer - aber auch kein Künstler: Maarten Baas ist ein Einzelstück.
«Clay Furniture»: Die scheinbare Unbeholfenheit der Entwürfe kontrastiert mit ihrer Alltagstauglichkeit.

Reihe «hey Chair...»: Stühle werden unter Anwendung von mehr oder weniger Gewalt auf skulpturale Art zweckentfremdet.

007
Quantum of Style
Regisseur Marc Forster liess sich für die Arbeit am 22. James-Bond-Film „Quantum of Solace“ von der Arbeit des legendären Set-Designers Ken Adam inspirieren. Das Ergebnis: Einer der stilvollsten Bond-Filme seit vielen Jahren, was die folgenden Seiten belegen.
Das Hotel der ESO (Europäischen Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre) ist in „Quantum of Solace“ das Versteck des Bösewichtes. Es liegt in der Atacamawüste in Chile auf 2600 Meter Höhe und besitzt eine Oase in Form einer 35 Meter hohen, mit Glas überkuppelten Halle. Das Gebäude erhielt internationale Preise und wurde 2002 von den Stuttgarter Architekten Auer + Weber erbaut.

Das Gebäude des MI6 ist in Wirklichkeit das Barbican Estate, ein Baukomplex aus den 1960er-Jahren im Zentrum von London. Vorzüglich passt es in den neuen «Bond»: Erstens ist es eines der grössten Gebäude der englischen Hauptstadt, zweitens ist es Brutalismus pur.


Integriert: Der Flachdachbau gliedert sich harmonisch in die Umgebung ein.
Fotos: Frank Reich